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Klonen und Kreuzen in Rust: So züchtest du einen Godclone

Gene lesen, Klone sichern, im großen Pflanzkasten kreuzen: die Regeln hinter jeder Kreuzung und ein Ablauf, mit dem du aus Zufallssamen GGGYYY züchtest.

Aktualisiert am · 8 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Wenn du gute Pflanzen dauerhaft behalten möchtest, brauchst du Klone. Samen bekommen beim Einpflanzen zufällige Gene; ein Klon übernimmt die Gene seiner Pflanze.
  • Die sechs Buchstaben einer Pflanze zeigen dir ihre Eigenschaften. G beschleunigt das Wachstum, Y erhöht den Ertrag und H hilft bei schwierigen Bedingungen. W erhöht den Wasserbedarf; X belegt einen Platz ohne Nutzen.
  • Beim Kreuzen verändern benachbarte Pflanzen die Gene der Pflanze in der Mitte. Das passiert einmal, wenn diese die Stufe Crossbreed erreicht. Es zählen nur passende Nachbarn derselben Sorte im selben Pflanzkasten.
  • Zwei gleiche grüne Gene auf einem Gen-Platz können ein rotes Gen verdrängen. Ob dein Wunsch-Gen tatsächlich gewinnt, hängt aber auch von den übrigen Nachbarn ab. Unten rechnen wir ein Beispiel durch.
  • Für regelmäßiges Ernten ist GGGYYY ein verbreitetes Ziel. ClonePilot zeigt dir, wie du deine vorhandenen Klone dafür anordnen kannst. Pflanze die Mitte zuerst, damit sie vor den Spendern die Kreuzungsphase erreicht.

Die sechs Gene lesen

Schau eine eingepflanzte Pflanze an oder fahre im Inventar über einen Klon oder Samen: Unter „Genetics“ stehen sechs farbige Buchstaben. Grün ist gut, Rot ist schlecht. Die Reihenfolge ändert nichts an der Wirkung – sie zählt erst beim Kreuzen, weil dort Platz für Platz verglichen wird.

Rust-Inventar: Sunflower Clone mit der Genetik X Y Y X W W
Ein Sonnenblumen-Klon mit XYYXWW: zwei gute Ertrags-Gene, vier schlechte. Genau so einen Klon behältst du nicht – oder nur als Spender für einzelne Plätze.
GenBedeutungWirkung
GGrowth – WachstumDie Pflanze wächst schneller.
YYield – ErtragMehr Ernte und mehr Klone pro Pflanze.
HHardiness – HärteVerträgt schlechtere Bedingungen, vor allem Temperatur. In einer geheizten Indoor-Farm kaum nötig.
WWater – WasserDie Pflanze braucht mehr Wasser.
XEmpty – leerKein Nutzen. Belegt nur einen Platz.

Samen bekommen zufällige Gene, Klone behalten sie

Samen und Klone erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Mit Samen suchst du neue Genkombinationen: Selbst ein Samen aus der Frucht deiner besten Pflanze bekommt beim Einpflanzen zufällige Gene. Mit Klonen behältst du eine Kombination, die dir gefällt. Pflanze also zuerst Samen, sichere brauchbare Pflanzen als Klone und verwende diese anschließend für gezielte Kreuzungen.

PflanzenSo bekommst du SamenNachschub
Beeren, Kürbis, Mais, KartoffelnWildpflanze pflücken: 1 Samen und 1 Frucht. Jede Frucht, die du isst, gibt 1 Samen – egal ob aus der Wildnis oder aus dem Beet.Jederzeit: Ernten im Beet gibt zwar keine Samen, aber jede gegessene Frucht. Eine Wildpflanze bringt so 2 Samen.
Hanf, Sonnenblume, Rose, OrchideeWildpflanze pflücken: genau 1 Samen. Essen kann man diese Pflanzen nicht.Nur in der Wildnis – Ernten im Beet gibt keine Samen.
Jeder Samen wird beim Einpflanzen zu einer Pflanze mit zufälligen Genen – auch der aus einer Frucht deines Godclones. Gute Gene gibst du nur über Klone weiter.

Den normalen Chicken Pie kochst du an der Cooking Workbench aus jeweils 3 Weizen, Eiern, Mais und gegartem Hähnchen. Für Rich Chicken Pie kommen 4 Sahne dazu; diese Variante verbessert die Chance noch stärker. Sahne gewinnst du aus Kuhmilch, die vier Stunden im Kühlschrank gelagert und anschließend entrahmt wurde.

Bereite die Samen vorher vor, damit du die Wirkungsdauer zum Pflanzen nutzen kannst. 48 Samen sind ein praktischer Start: So viele erfasst ClonePilot mit einem Scan einer vollen Box. Ob ihre Gene für dein Ziel reichen, entscheidet der Zufall; bei Bedarf ergänzt du später weitere.

Rust-Inventar: Chicken Pie mit Gene Chance „Increase“, Dauer 10m und dem Tooltip „Extra chance for a plant gene to become positive.“
Im Spiel: Gene Chance – Increase, Dauer 10m. Der Tooltip erklärt den Effekt: eine Extra-Chance, dass ein Pflanzen-Gen positiv wird.
  1. Halte E auf einer eingepflanzten Pflanze und wähle im Kreismenü Take Clone. Das geht ab dem Wachstumsschritt Sapling, aber nicht während Crossbreed.
  2. Willst du die Gene vor dem Kreuzen sichern, klone im Sapling-Schritt. Willst du das Ergebnis einer Kreuzung, klone ab Mature.
  3. Mehr Y bringt mehr Klone pro Pflanze: Mit vier Y bekommst du 4 Klone, mit drei oder zwei Y 3 Klone. Mindestens 2 Klone gibt es immer, auch ganz ohne Y.
  4. Beschrifte deine Kisten oder trag die Klone in ClonePilot ein – nach drei Generationen weiß sonst niemand mehr, welcher Klon welcher war.
Rust: Kreismenü einer Pflanze mit der Option „Take Clone“
Das Kreismenü der Pflanze: Mit Take Clone nimmst du die Klone.

Wie eine Kreuzung entschieden wird

Die entscheidende Wachstumsphase heißt Crossbreed. Nur dann übernimmt eine Pflanze Gene ihrer Nachbarn. Vorher durchläuft sie Seed, Seedling und Sapling; danach folgen Mature, Fruiting und Ripe. Sobald die Kreuzung abgeschlossen ist, stehen ihre Gene fest.

Pflanze die Mitte vor den Spendern. Sie soll als Erste Crossbreed erreichen, während die Nachbarn noch ihre ursprünglichen Gene haben. Die Mitte eines großen Pflanzkastens eignet sich dafür besonders gut: Alle acht umliegenden Felder grenzen an sie, auch die diagonalen.

  • Passende Nachbarn: Es zählen nur direkt angrenzende Pflanzen derselben Sorte im selben Kasten. Rote und blaue Beeren zählen als unterschiedliche Sorten.
  • Position im Kasten: Die Mitte hat acht Nachbarn, ein Randfeld fünf und eine Ecke drei. Mit der Mitte hast du die meisten Möglichkeiten für Spender.
  • Jeden Gen-Platz einzeln rechnen: Ein grünes Gen eines Nachbarn zählt 0,6, ein rotes 1,0. Gleiche Buchstaben auf demselben Platz werden zusammengezählt.
  • Mit der Mitte vergleichen: Das Gen mit der höchsten Summe kann das vorhandene Gen ersetzen. Seine Summe muss dafür größer sein als das Gewicht des Gens in der Mitte.
  • Gleichstand beachten: Liegen zwei Gene gemeinsam vorn, ist das Ergebnis zwischen ihnen zufällig. Bei zwei gleich starken Kandidaten steht die Chance 50 zu 50.

Beispiel: Aus vier mittelmäßigen Klonen wird GGGYYY

Keiner der vier Spender ist perfekt, jeder hat ein schwaches Gen. Weil die Schwächen auf verschiedenen Plätzen liegen, kommt auf jedem Platz das richtige Gen dreimal vor (3 × 0,6 = 1,8) – mehr als jedes einzelne rote Gen (1,0). Die Mitte wird sicher zu GGGYYY, egal welcher Samen oder Klon dort steht.

  1. leer
  2. GGXYYH
  3. leer
  4. XGGYHY
  5. Mittebeliebig
  6. GHGYYY
  7. leer
  8. GGGXYY
  9. leer
Ergebnis in der MitteGGGYYY
Spender
ObenGGXYYH
LinksXGGYHY
RechtsGHGYYY
UntenGGGXYY
ErgebnisGGGYYY

Platz 1: G 3 × 0,6 = 1,8 · X 1 × 1,0 = 1,0 → G

Spender oben, links, rechts und unten, die Ecken bleiben leer. In der Tabelle stehen die vier Spender untereinander – jede Spalte ist ein Gen-Platz. Tippe auf einen Platz, um zu sehen, welche Gene dort gegeneinander antreten und warum das Ergebnis gewinnt.

Schritt für Schritt zum Godclone

  1. Samen sammeln und pflanzen. Iss vorher einen Chicken Pie und pflanze innerhalb der nächsten 10 Minuten. Starte mit 48 Samen – einer vollen Box für ClonePilot. Reichen die Gene nicht für dein Ziel, ergänze weitere Samen.
  2. Gute Pflanzen klonen. Behalte alles mit höchstens einem roten Gen und Pflanzen, deren grüne Gene auf unterschiedlichen Plätzen liegen. Klone sie im Sapling-Schritt.
  3. Klone in ClonePilot erfassen. Mit „Rust scannen“ liest ClonePilot die Gene direkt vom Bildschirm, alternativ trägst du sie von Hand ein.
  4. Ziel wählen und berechnen. ClonePilot zeigt, welche Klone du um die Mitte pflanzen musst und wie sicher das Ergebnis ist (100 % oder 50 %).
  5. Mitte zuerst pflanzen. Setze die Mitte allein in den großen Pflanzkasten und warte, bis sie Sapling erreicht und dort mindestens 30 % Fortschritt zeigt. Das dauert als Orientierung etwa 10–15 Minuten; entscheidend ist die Anzeige, nicht die Stoppuhr. Danach setzt du die Spender ein.
  6. Ergebnis prüfen und klonen. Sobald die Mitte Mature erreicht, schau dir ihre Gene an. Stimmt das Ergebnis, nimm Klone und sichere sie – das ist dein neuer Grundstock.
  7. Wiederholen. Wenn deine Spender nicht reichen, schlägt ClonePilot zuerst einen Zwischenklon vor (Gen 2). Mit diesem kreuzt du in der nächsten Runde weiter.
ClonePilot öffnenKlone scannen oder eintragen, Ziel wählen, fertige Pflanzkasten-Belegung bekommen.
Rust: großer Pflanzkasten von oben mit einer Pflanze in der Mitte und je einer oben, links, rechts und unten
Die Belegung aus dem Beispiel im Spiel: Der große Pflanzkasten hat drei Reihen mit je drei Plätzen. Die Mitte und die vier Seiten sind bepflanzt, die Ecken bleiben leer.

Welches Ziel passt zu dir?

ZielWofürKlone pro Pflanze
GGGYYYDer Godclone und für alle Pflanzen die effektivste Wahl, wenn du bei Ripe direkt erntest. Bei Beeren das Optimum: Schon drei Y bringen 5 Beeren, ein viertes Y bringt keine mehr.3
GGYYYYMehr Ertrag, wächst aber langsamer. Lohnt sich bei Kürbis, Mais, Kartoffeln, Hanf und Blumen, wenn du nicht sofort bei Ripe erntest – etwa weil du unterwegs bist. Bei Beeren kein Vorteil. Gibt einen Klon mehr.4
GGGGYYAm schnellsten fertig, weniger Ertrag. Wenn du kurze Spielzeiten hast und oft ernten willst.3
mit HNur sinnvoll im Freien bei Kälte oder Hitze. In einer geschützten, beheizten Farm verschenkt H einen Platz.–

Licht, Wasser, Boden, Temperatur

Gute Gene helfen nur, wenn die Pflanze auch versorgt ist. Rust bewertet Licht, Wasser, Boden und Temperatur einzeln – der schlechteste Wert bremst die ganze Pflanze. Eine einzige Schwachstelle kostet also mehr, als ein zusätzliches G bringt.

Rust: Anzeige einer frisch gepflanzten Red Berry mit Genetik W H W W Y H und den Bedingungen Licht 100 %, Wasser 0 %, Boden 75 %, Temperatur 100 %, Overall 0 %
Schau eine Pflanze an, um ihre Gene und Bedingungen zu sehen. Diese Red Berry hat Licht und Temperatur bei 100 %, aber kein Wasser – deshalb steht Overall auf 0 %.
  • Licht: Sonne oder Ceiling Lights. Ohne Licht wächst nichts.
  • Wasser: Sprinkler mit Süßwasser. Salzwasser vorher durch einen Water Purifier leiten. Radioaktives Wasser tötet Pflanzen.
  • Boden: Dünger aus dem Composter setzt den Bodenwert auf 100 %.
  • Temperatur: In kalten Biomen und nachts helfen Heizungen in der Nähe der Pflanzkästen.

Häufige Fragen

Bekomme ich von einer GGGYYY-Pflanze auch GGGYYY-Samen?

Nein. Isst du eine Frucht deines GGGYYY-Klons, bekommst du zwar einen Samen – er bekommt beim Einpflanzen aber zufällige Gene. Gute Gene gibst du nur über Klone weiter.

Bringt der Chicken Pie wirklich bessere Gene?

Ja, 10 Minuten lang bekommt jedes Pflanzen-Gen eine Extra-Chance, positiv zu werden – garantiert ist aber nichts. Der Rich Chicken Pie (mit 4 Cream) wirkt laut Spiel noch deutlich stärker. Für einen Godclone kommst du ums gezielte Kreuzen trotzdem nicht herum.

Kreuzen Pflanzen aus zwei Pflanzkästen miteinander?

Nein. Nur Nachbarn im selben Pflanzkasten zählen – auch wenn zwei Kästen direkt nebeneinander stehen.

Warum hat meine Kreuzung nicht das erwartete Ergebnis?

Meist stand ein Nachbar zu früh oder zu spät, eine andere Sorte stand daneben, oder ein Platz hatte einen Gleichstand. Prüfe die Belegung mit ClonePilot – Ergebnisse mit 50 % zeigt es ausdrücklich an.

Brauche ich W-Gene für mehr Wasser?

Nein. W heißt, die Pflanze braucht mehr Wasser. Es ist ein schlechtes Gen.

Gelten die Zeiten auf jedem Server?

Nein. Server können Wachstumszeiten ändern. Die 8–10 Minuten bis Sapling gelten für Standardeinstellungen. Richte dich deshalb nach der Stufe, die die Pflanze anzeigt: Spender erst pflanzen, wenn die Mitte in Sapling bei 30 % oder mehr ist.

Quellen